Visitation durch Weihbischof Ansgar Puff war geprägt von gegenseitiger Wertschätzung

"Dadurch, dass Sie da sind, hat Kirche hier in Bleibach/Hardt ein wunderschönes Gesicht.“

 

Überall in unserem Seelsorgebereich konnte man in der vergangenen Woche Messdiener mit seltsamen Umhängen oder Handschuhen durch die Gegend flitzen sehen. Das kann nur eines bedeuten: Ein Bischof ist in der Nähe!

Vom 2. bis zum 9. September besuchte Weihbischof Ansgar Puff die unterschiedlichen Kirchorte unseres Seelsorgebereiches, feierte in unseren Kirchen die Heilige Messe und traf sich mit verschiedensten Gruppierungen zum produktiven Gespräch. Geprägt durch eine Atmosphäre gegenseitigen Wohlwollens und liebevoll vorbereitet durch Pfarramtssekretärin Frau Hutter, die Mitglieder des Pastoralteams, die Küster und Musiker und viele ehrenamtliche Helfer, konnte der Weihbischof die ganze Bandbreite kirchlichen Lebens in unserem Seelsorgebereich kennenlernen: von der Kita über Messdiener und Pfadfinder, Caritas, die Psychosoziale Klinik, die Heimstätte für Suchterkrankte bis zu Kinderchor, kfd, Gremien und Senioren, natürlich immer mit dabei: unzählige Ehrenamtliche, die mit ihrem Engagement Gemeinde nicht nur bereichern, sondern überhaupt erst ausmachen.

Das war schon bei einer ersten Begegnung nach dem festlichen Pontifikalamt zum Auftakt der Visitation am 2. September im Pfarrheim Stotzheim zu spüren, als bei Laugengebäck und kalten Getränken erste Gespräche entstanden und deutlich wurde: Dieser Weihbischof ist ein Bischof „zum Anfassen“, der auf die Menschen zugeht und sich wirklich und wahrhaftig für sie interessiert. Beim Seniorenkaffee am Folgetag platzte das Pfarrheim dann auch schier aus allen Nähten, als viele der Einladung Folge leisteten und den großen Mann aus Köln persönlich unter die Lupe nahmen.

Nach Besuchen in der Psychosozialen Klinik St. Martin und bei den Schönstattschwestern in Maria Rast sowie Gesprächen mit den Folgediensten und Vertreterinnen von kfd und Caritas widmete der Weihbischof sich den „Kleinen“ und denen, die sie auf ihrem Weg begleiten: sei es im Kindergarten St. Martin, Stotzheim, wo Kinder, Erzieherinnen und Eltern „ihrem“ Weihbischof einen herzlichen Empfang bereiteten, oder im Gespräch mit Religionslehrern aller Schulformen, in dem er betonte, wie wertvoll ihre oft nicht einfache Arbeit ist.

Am Mittwochabend gab es in Kreuzweingarten jede Menge „Gerempel im Tempel“, als die Kinder des Kinder- und Jugendchores unter Leitung von Julia Wunsch mit viel Liebe zum Detail und Spaß an der Sache ihr diesjähriges Kindermusical zur Wiederaufführung brachten. Aus der Sicht von Kindern wurde hier davon berichtet, wie Jesus die Wucherer aus dem Tempel seines Vaters vertrieb. Unter lauten Begeisterungsrufen und donnerndem Applaus erklärten die Kinder in ihrer Zugabe, dass „ein bisschen Wut“ gut tut, und im anschließenden Interview mit dem Weihbischof erzählten sie ihm von den langen Proben, dem Riesenspaß, den es macht, auf der Bühne zu stehen und der Schwierigkeit, sich für ein Lieblingslied zu entscheiden, wo doch so viele toll sind. Beim anschließenden Treffen mit Angehörigen von KGV, PGR sowie den verschiedenen Kirchenvorständen und Ortsausschüssen war viel Positives zu hören über den neu entstandenen Sendungsraum und die große Chance, als die viele Gemeindemitglieder es empfinden, ein so motiviertes und engagiertes Pastoralteam zu haben, das nicht nur den Mut, sondern auch den festen Willen hat, mit den Gemeindemitgliedern etwas aufzubauen, das Bestand hat und Kirche als einen Ort der Sinnstiftung und des gegenseitigen Respekts prägt. Der anschließende Evensong in der Heilig Kreuz Kirche in Kreuzweingarten, gestaltet von einem Vokalensemble unter Leitung von Julia Wunsch, rundete den Abend für alle Gottesdienstbesucher auf berührende Weise ab.

Am Ehrenamtsabend am Freitag hielt der Weihbischof vor gut gefülltem Saal bei Salat und Schnittchen einen inspirierenden Impulsvortrag über die gute Nachricht, die unser aller Leben nachhaltig verändert: die unbändige Liebe Gottes, die so groß und unverbrüchlich ist, dass Jesus aus Liebe zu jedem einzelnen von uns am Kreuz starb, den Tod aus Liebe überwand und so zu unser aller Herr wurde: jemand, der über die Macht verfügt, in meinem persönlichen Leben etwas zu verändern. Aus dieser Liebe heraus und mit der festen Gewissheit, dass er bei uns ist in allem, was wir tun, und unser Leben zum Guten hin verändert, können wir die Angst überwinden, verletzt zu werden, und aus vollem Herzen lieben, uns in und für Kirche engagieren und ihr so unser Gesicht geben: „Ich freue mich total, dass es hier so viel Glauben gibt. Dadurch, dass Sie da sind, das vorleben, so engagiert sind, hat Kirche hier in Bleibach/Hardt ein wunderschönes Gesicht, und ich mache mir um die Zukunft keinerlei Sorgen.“, zog der Weihbischof ein herzliches Fazit. Dem würde sicher auch Toni, Pfarrer Offermanns Dackel, nicht widersprechen, der als heimlicher Star des Abends mit unverkennbarem Dackelblick alle Herzen im Sturm eroberte und jede Menge Streicheleinheiten einheimste.

Am 9. September endete die Visitation mit einem Tag, der ganz im Zeichen der Jugend unseres Seelsorgebereiches stand, da das Pontifikalamt um 11 Uhr in St. Cyriakus Billig als Eröffnung der Firmvorbereitung für die Firmanden des gesamten Sendungsraumes gefeiert wurde. Die heilige Messe war von den Chören des Seelsorgebereiches unter Leitung von Julia Wunsch entsprechend besonders gestaltet mit neuem geistlichen Lied, flottem Rap und „begeisternden“ Liedern, die nicht nur bei den Jugendlichen, sondern auch bei den Erwachsenen sehr gut ankamen. Im Anschluss an die hl. Messe kam man bei Currywurst und Getränken auf dem Dorfplatz in Billig bei lockerer Atmosphäre, zu der auch die Gruppe „AromA“ mit ihrer Life-Musik in besonderer Weise beitrug, ins Gespräch. Man verabschiedete den Weihbischof schließlich schweren Herzens… aber er kommt ja wieder…!

An dieser Stelle möchten wir uns bei Weihbischof Ansgar Puff ganz herzlich für seinen Besuch bedanken, für die Bereitschaft, sich auf uns einzulassen, mit seiner umgänglichen, zugewandten Art auf Gemeindemitglieder aller Couleur zuzugehen und dafür, dass er uns spüren ließ: Wir sind auf einem guten Weg.

Allen Helfern, Haupt- wie Ehrenamtlichen, sowie allen, die an den zahlreichen Veranstaltungen überall im Seelsorgebereich teilgenommen haben, ebenfalls von Herzen danke und vergelt’s Gott – Sie alle prägen unseren Seelsorgebereich, sind sein „wunderschönes Gesicht“!

Sandra Schümmer

Kath. Kirchengemeindeverband Euskirchen-Bleibach/Hardt

An der Klostermühle 4
53881 Euskirchen
Telefon: 02251-61621

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